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Zur Unterschriftensammlung gegen die Auflösung kleiner Schweinebestände
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Kampangne gegen die beabsichtigte Auflösung kleiner Schweinebestände in NRW und anderswo!

Neueste Pressemitteilung von VIEH

Legende: =Update in den letzten 24 Std.    =Wichtig beachten   =nur als pdf Datei

Schweinepest im Bergischen Land

Nach  BSE, Geflügelpest und Blauzungenkrankheit der Schafe sorgt  nun die Schweinepest  bei den Tierhaltern und Züchtern für große Sorge.

Wie in einer Pressemitteilung zu lesen war, beabsichtigen die Behörden alle kleinen Schweinebestände für mindestens 2,5 Jahre aufzulösen. Was Behörden mit "auflösen" meinen, durften erste Züchter bereits von ihren zuständigen , vom Land beauftragten, Veterinären erfahren. Es werden Schlachtprämien in Höhe von 60.- Euro angeboten, wenn der Züchter seine Tiere töten lässt. Alle Betriebe mit weniger als 20 Schweinen sind betroffen.

Das ist faktisch das AUS für kleine Betriebe, die nach herkömmlicher Art wirtschaften und die Vielfalt auf dem Betrieb erhalten möchte. Direktvermarkter, Selbstversorger etc. müssen ihre Tore schließen. Dem kritischen Verbraucher steht in absehbarer Zeit nur noch Schweinefleisch aus nicht artgerechter Haltung zur Verfügung, letzte und wichtige Genreserven werden dezimiert, schlimmstenfalls sogar ausgerottet.

Es wird der Eindruck erweckt, als wären die kleinen Betriebe verantwortlich für das Verbreiten von Tierseuchen. Fakt ist jedoch, das Tierseuchen vorwiegend in der Massentierhaltung auftreten.

Helfen Sie uns und tragen Sie dazu bei, dass wir nicht irgendwann nur noch Massentierhaltungen haben und Firmen wie Monsanto das Patent zur Zucht von unseren Nutztieren!

Erhalten Sie mit uns die VIEHlfalt.

Was können Sie tun?

Geben Sie die hier veröffentlichten  Informationen weiter:

• im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis

• an Arzt- und Tierarztpraxen, an Geschäfte für Heimtierzubehör u.ä.

• an Bioläden, Hofläden und bei Direktvermarktern

• an Schulen, Universitäten, Volkshochschulen, Stadtbüchereien und anderen Multiplikatoren.

Sagen Sie der Politik Ihre Meinung:

• Schreiben Sie persönliche Briefe an Ihre Bundestags- und Landtagsabgeordneten, an die zuständigen Ministerinnen und Minister und die entsprechenden Ausschüsse und Behörden.

Wir freuen uns über Kopien der Briefe und Antworten, die Sie erhalten!

Arbeiten Sie der Presse zu:

• Lassen Sie sich für unseren Presseverteiler kostenlos registrieren 

• Geben Sie regelmäßig unsere Pressemitteilungen an die örtlichen Medien weiter.

Stellen Sie Kontakte her und pflegen Sie Verbindungen:

• zu der örtlichen Presse, den Tierschutzvereinen in Ihrer Umgebung, anderen dem Tierschutz verbundenen Organisationen, den Verbraucherschutzzentralen ...

 

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Stellungnahme von VIEH   

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Im Interesse der Vielfalt und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft sprechen wir uns hiermit ausdrücklich gegen die Auflösung kleiner Schweinebestände aus.

Zur Seuchenbekämpfung, kleine Schweinebestände aufzulösen und damit die Agrobiodiversität zu gefährden ist unverantwortlich. Wichtige genetische Reserven werden unwiederbringlich verloren gehen.

Dem Verbraucher wird bei dieser Vorgehensweise kein Fleisch von Freilandtieren mehr zur Verfügung stehen können.

Die Argumentation des Ministeriums ist so nicht haltbar.

Es müssen andere Maßnahmen zur Eindämmung der Schweinepest erfolgen, als Ausweg sehen wir einen Marker-Impfstoff.

 
VIEH (Vielfältige Initiative zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen)

Herwig zum Berge

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HzB 05074-92114 A.Reinartz 08. Feb. 2009
Betreff:


Maßnahmen zur Bekämpfung der Schweinepest in der Region Bergisches Land und in den angrenzenden Regionen


Sehr geehrter Herr Minister Uhlenberg,


nach dem Auftreten von Fällen der Schweinepest in den Kreisen Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis und Rhein-Sieg-Kreis wurde im Rahmen einer Zusammenkunft mit Vertretern der Veterinärämter, der Jägerschaft und der Landwirtschaft am 02. Februar 2009 in Ihrem Hause die weitere Vorgehensweise bei der Eindämmung der Seuche abgestimmt. Über die Ergebnisse dieses Treffens berichtet der Oberbergische Kreis in einer Pressemitteilung vom 04. Februar 2009. Darin wir der zuständige Dezernent für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung, Dr. Christian Dickschen, mit den Worten zitiert:


Ziel des Ministeriums ist es, für die Zeit, in der wir als ,gefährdeter Bezirk’ gelten, die kleinen Schweinehaltungen aufzulösen“


Zu dieser Absichtserklärung, bitten wir und die Mitunterzeichner dringend um nähere Erläuterungen. Es kann nicht sein, dass bäuerliche Kleinbetriebe so einfach unter den Generalverdacht der Verbreitung von Tierseuchen gestellt werden!


In der betroffenen Region sind eine Vielzahl kleinbäuerlicher Betriebe beheimatet und tätig, die sich unter anderem mit der Haltung und Zucht von Schweinen beschäftigen und ihre Produkte regional erfolgreich vermarkten. Diese Betriebe beliefern ihre lokalen und regionalen Märkte mit Nieschenprodukten für kritische Verbraucher, die Erzeugnisse aus industrieller Massentierhaltung ablehnen.


Aus dem Gebiet der jetzt verfügten Überwachung- und Gefahrenbezirke beschäftigen sich allein sechs Nutztier-Archen der Initiative VIEH (Vielfältige Initiative zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen) und drei Arche-Höfe der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V.) sowie andere engagierte Zuchtbetriebe mit der Erhaltungszucht mehrerer vom Aussterben bedrohter Hausschweinerassen.


Diese Erhaltungszucht wird mit Fördermitteln der EU und Ihres Ministeriums gezielt unterstützt.


Die „Auflösung kleiner Schweinehaltungen“ insbesondere durch Schlachtung wird schwerwiegende Verluste von gesunden und robusten Zuchttieren der Rassen Buntes Bentheimer Schwein, Angler Sattelschwein, Husumer Schwein, Schwäbisch Hällisches Schwein, Turopolje, Sortbroget und Mangalitza/Wollschwein mit unabsehbaren Folgen für die Weiterzucht dieser Rassen verursachen.


Nicht ohne Grund sehen die Verbände des ökologischen Landbaus vor dem Hintergrund einer artgerechten Tierhaltung und mit Blick auf die Qualität der erzeugten Produkte ausdrücklich mindestens eine Auslaufhaltung für Schweine vor. Eine überzogene mehrjährige Aufstallungspflicht wirkt auch für diese Betriebe existenzbedrohend.


Wir sind der Meinung, dass die Einhaltung der Bestimmungen der Schweinepest-Verordnung, der Schweinehaltungs-Hygiene-Verordnung sowie der Viehverkehrsverordnung völlig ausreichend ist, um eine Ausbreitung der Schweinepest auf den Hausschweinebestand wirkungsvoll zu verhindern. Wir möchten deutlich darauf hinweisen, dass unserer Auffassung nach die Gefahr des Ausbruchs und der Verbreitung von Tierseuchen in industriellen Massentierhaltungen erheblich größer ist, als in regional ausgerichteten Kleinbetrieben, da letztere eine artgerechte Tierhaltung praktizieren und auf Viehtransporte weitgehend verzichten.


Darüber hinaus ist zu bedenken, dass zur Zeit die Gefährdungs- und Überwachungsbezirke noch immer ausgedehnt werden. Die Tierseuche ist damit noch lange nicht eingedämmt. Es besteht daher die Gefahr, dass landesweit eine zunehmende Zahl schweinehaltender Kleinbetriebe von den „Auflösungs“-Maßnahmen betroffen sein werden. Sollten die zuständigen Ministerien anderer Bundesländer dem Beispiel Nordrhein-Westfalens folgen, wäre die Agrobiodiversität im Bereich der Schweinezucht und die Versorgung der Verbraucher mit hoch­wertigen Nahrungsmitteln aus handwerklicher Herstellung akut bedroht, wenn nicht sogar hinfällig.


Wir sind uns sicher, dass diese Gesichtspunkte bei der Wahl der jeweils verhältnismäßigen veterinärbehördlichen Maßnahmen berücksichtigt werden können und müssen. Wir halten dies auch für eine günstige Gelegenheit, einen Antrag der CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag aus dem Jahre 2004 wieder aufzugreifen, den Sie, Herr Minister, zusammen mit dem heutigen Ministerpräsidenten, Herrn Dr. Jürgen Rüttgers, unterzeichnet haben. Darin war die Bekämpfung der Schweinepest mit Hilfe sogenannter „Marker-Impfstoffe“ vorgesehen (Landtags-Drucksache Nr. 13/4885 vom 14. Januar 2004). In jedem Fall sind für die klein bäuerlichen Schweinehaltungen jetzt schnelle Lösungen gefragt, die nicht mit deren Vernichtung einhergehen.


Es wäre in diesem Zusammenhang sehr zu begrüßen, wenn hierbei von allen Veterinärbehörden landesweit die gleichen Maßstäbe angelegt würden.


Für Ihre diesbezüglichen klärenden Ausführungen zu dieser Problematik dürfen wir uns bereits vorab herzlich bedanken.
Dieses Schreiben geht als „offener Brief“ an Fachpresse und Vertreter von Zucht- und Verbraucherorganisationen.


Mit freundlichen Grüßen


Herwig zum Berge
Vielfältige Initiative zur Erhaltung alter und gefährdeter Nutztierrassen (VIEH)
zum Schießstand 3
29690 Suderbruch

 

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 VIEH - Vielfälige Initiative zur Erhaltung alter und gefährdeter Nutztierrassen              Demeter      Naturland     "PROVIEH-Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V.".

      Gesellschaft für Internationale Nutztierrassen-Vielfalt e.V.           Farmpark Consult   Ommerhof- GEH Arche-Hof    

 

 Schweinefreunde e.V.    bergisch pur   Menschen für Schweine e.V.

   Förderverein Angler Sattelschwein e.V.          Klosterhof Bünghausen               

Haustierpark Lelkendorf

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Conny Kellinghusen-Schröder
Zur Ommer 10
51789 Lindlar-Linde
Tel. 02266/3047
Fax 02266/470105
e-mail
cornelia@kellinghusen.net
home: www.ommerhof.de

6.2.2009

Ich bin Züchterin der extrem vom Aussterben bedrohten alten Schweinerasse Angler Sattelschwein. Aufgrund der bei einigen Wildschweinen im Kreis aufgetretenen Schweinepest bekam ich telefonisch von unserem Veterinäramt die Anweisung, die Schweine einzusperren.

Hier beginnt mein Dilemma:

Wer schon einmal erlebt hat, mit welcher Lebensfreude die Tiere im Freien herumtollen und wühlen, wird verstehen, dass ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann, sie einzusperren. Für mich bedeutet das Tierquälerei. Aber sperre ich meine Tiere nicht ein, verstoße ich gegen behördlich angeordnete Maßnahmen.

Schlachten kann ich die Tiere auch nicht, denn ich nehme am Förderprogramm zur Erhaltung alter Haustierrassen teil, das mich verpflichtet, die Tiere bis mindestens zum Ablauf der Frist, in diesem Fall bis 30.6. diesen Jahres, zu halten.

Ich sehe dennoch drei Möglichkeiten, aus diesem Desaster herauszukommen.

  • Es gibt Ausnahmeregelungen bei der Stallpflicht wenigstens für die alten Rassen, denn diese zu erhalten, liegt ja offensichtlich im Interesse der Öffentlichkeit, sonst gäbe es ja keine Fördermittel von EU und Land NRW.
     
  • Es wird eine Impfzulassung wenigstens für Kleinhalter und alte Rassen angestrebt, um diese Problematik auch für die Zukunft aus der Welt zu schaffen. Dies ist allerdings wahrscheinlich nicht kurzfristig umzusetzen.
     
  • Der Verpflichtungszeitraum des Förderprogramms wird angesichts dieser unvorhersehbaren Entwicklung für betroffene Betriebe aufgehoben.

„Ziel des Ministeriums ist es, für die Zeit, in der wir als „gefährdeter Bezirk“ gelten, die kleinen Schweinehaltungen aufzulösen“ so ist es unter www.oberberg-aktuell.de vom 4.2.2009 zu lesen. Hallo? Das kann doch wohl nicht erst gemeint sein, werden denn die alten Rassen und ernsthaften Kleinhalter mit leichter Hand vom Tisch gefegt??

Die EU und das Land NRW zahlen Fördergelder, um z.B. die Rasse Angler Sattelschwein zu erhalten, dies scheint also im Öffentlichen Interesse zu sein. Wenigstens bei den bedrohten Rassen und den Haltern von kleinen, meist artgerecht und biologisch gehaltenen Beständen muss man eine Sonderregelung schaffen, statt sie auch noch als mögliche Auslöser der Schweinepest an den Pranger zu stellen, wie im Kölner Stadtanzeiger vom 5.2. im oberbergischen Teil zu lesen ist. (Zitat Christian Dickschen, Kreisdezernent Oberberg: „gerade in den kleinen Schweinehaltungen mit manchmal nur drei Tieren, ist die Gefahr groß, dass Speiseabfälle verfüttert werden und auf diesem Wege die Seuche in die Hausschweinbestände eingeschleppt wird“). Kann man sich nicht vorstellen, dass auch wir Kleinbetriebe alle Vorsicht walten lassen, um keine Krankheiten einzuschleppen?

60 Euro Schlachtprämie pro Hausschwein soll gezahlt werden. Das ist an Zynik nicht mehr zu überbieten, wenn man weiß, dass ein guter Zuchteber oder eine Zuchtsau hunderte Euro wert ist!

Unter dem Foto zweier Schweine steht zu lesen: besser tot als krank. Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer, fällt mir dazu nur ein…

Nebenbei sollte man sich mal um die Kirrstellen einiger Jäger im Wald kümmern, ob denn alles legal ist, was dort hingeworfen wird! Wieso ist denn ausgerechnet ein Wildschwein als erstes erkrankt?

 Die kleinen Betriebe sind es, die sich bemühen, die Vielfalt unserer Rassen zu erhalten! Wenn alles darauf hinausläuft, die kleinen Schweinebestände “aufzulösen“, wird es bald flächendeckend nur noch Großbetriebe mit ein oder zwei Rassen geben, die genetisch eng beieinander liegen. Die genetische Vielfalt unserer Rassen stellt ja neben einem kulturellen Erbe, das es zu erhalten gilt, auch eine Gewähr für den gesamten Erhalt der Art dar. Was wäre denn, wenn plötzlich eine Seuche alle genetisch dafür empfänglichen Tiere dahinrafft? Ende!

Kleine Betriebe sind den Behörden anscheinend lästig, die Großen werden favorisiert, denn „die großen Schweinehaltungen sind unproblematisch, da kontrollieren wir sowieso ständig“, so Herr Dickschen.

Wenn die Seuche auch für den Menschen gefährlich wäre, könnte man die Aufregung ja noch verstehen – ist sie aber nicht!! Wenn alle Schweinebestände geimpft würden, könnte man diesen Irrsinn ein für alle mal aus der Welt schaffen!

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass schon 2004 im Düsseldorfer Landtag von der CDU-Fraktion ein Antrag gestellt wurde, die Schweinepest mit Hilfe eines Markerimpfstoffes zu bekämpfen. Herr Uhlenberg und Herr Dr. Rüttgers haben unterschrieben! Darin heißt es u.a.:

„Unter den aktuellen Rahmenbedingungen haben sowohl die massenhafte Keulung als auch der Ansatz „Impfen statt Töten“ schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für landwirtschaftliche Betriebe… Im Dezember 2003 hat die Europäische Kommission einen Test zugelassen, der es künftig ermöglicht, gegen Schweinepest geimpfte Schweine von infizierten Schweinen sicher zu unterscheiden. Damit sind im Grundsatz die Voraussetzungen gegeben für eine ethisch und wirtschaftlich verantwortbare Politik „Impfen statt Töten“.

Es kann und darf doch nicht sein, dass unsere landwirtschaftlichen Nutztiere in Zukunft nur noch in (Massen-)Ställen gehalten werden, weil all die kleinen Landwirte, die unsere Mitgeschöpfe artgerecht und biologisch halten wollen, letztendlich an bürokratischen Hürden scheitern und aufgeben müssen! Für Herrn Dickschen sind das „bedauerliche Nebenfolgen“. Diese Formulierung ist ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die ihre Tiere lieben und ihnen ein artgerechtes Leben bieten wollen bevor sie geschlachtet werden und uns als gesunde Ernährung dienen.

Was ist das für eine Entwicklung? Wir mussten schon das Geflügel einsperren, was z.B. für unsere Gänse das Ende war: die Gans zerstörte ihr Gelege und hat fortan kein einziges Ei mehr gelegt. Bei der Blauzungenproblematik der Schafe haben erst massive Proteste und Demonstrationen dazu geführt, dass endlich geimpft werden durfte.

Da die Zucht und Vermarktung des akut vom Aussterben bedrohten Angler Sattelschweins in den letzten Jahren zu meinem persönlichen Haupterwerb geworden ist, ist die aktuelle Situation für mich von existenzieller Bedeutung. Wie soll ich meinen Kunden klarmachen, dass das Schweinefleisch vom Ommerhof etwas Besonderes ist, wenn die Tiere hier genauso gehalten werden wie in den Großmastanlagen? Ja schlimmer sogar, denn die alten Schweinerassen sind wesentlich bewegungsfreudiger als die für die Massenhaltung gezüchteten Tiere. Sperre ich sie ein, zeigen sie nach kurzer Zeit Verhaltensstörungen, zerstören Stalleinrichtungen und fangen an, sich gegenseitig Schwänze und Ohren zu zerbeißen. Ich habe bisher ein gutes Verhältnis zu meinen Tieren, ich kann ohne weiteres den Schweinebereich betreten. Das würde ich nicht mehr wagen, wenn ich verhaltensgestörte Tiere hätte, denn ein Entmisten des Stalles wäre nur zwischen den Tieren möglich. Dies wäre dann mit Lebensgefahr verbunden!

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Beiträge aus verschiedenen Medien zu unserer Kampangne:

Bauernzeitung (Hessenbauer, Pfälzer Bauer, Der Landbote)

Agrar Heute  

Ökolandbau.de

vetion.de

WDR 5

TV Beiträge:

WDR

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Bisher bekannt gewordenen Verluste von genetischen Reserven und betroffene Betriebe:

22 Bentheimer Schweine aus Herdbuchzucht                    

8  Angler Sattelschweine aus Herdbuchzucht     alle Tier aus dem Betrieb von  Rolf + Beate Büscher

An diesem Beispiel ist zu erkennen, das eben nicht nur Betriebe mit 20 Tieren betroffen sind, in diesem Fall wurden 30 Tiere zur Schlachtung gebracht. Die Züchter mussten unterschreiben, für die Dauer der Seuchenlage (kann bis zu 10 Jahren sein) keine Schweine mehr anzuschaffen.

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