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Das Rasseportrait

Bergischer Kräher

Bergischer Kräher

Herkunft: Vor ca. 800Jahren von den Kreuzrittern aus dem Balkan  ins Bergische Land eingeführt, wo Zisterziensermönche sie mit einheimischen Landhuhnrassen gekreuzt haben. Die Grafen von Berg veranstalteten Kräherfeste, um den langezogenen Krähruf zu fördern. Diese Wettkrähen werden auch heute noch ausgetragen. Abgewichen von damals sind  die Preise. Im 12Jahrhundert waren das schon mal eine Kuh,  100Taler oder gleich ein ganzer Bauernhof. Im Mittelalter galt der Hahnenschrei als Beschützer von Haus und Hof.

Es ist die älteste Hühnerrasse Deutschlands, auf der ersten Rasseschau 1854 in Görlitz war sie vertreten. Wie sie genau ins Bergische Land gekommen ist, weiß keiner so genau, es gibt aber einige Sagen darüber. Ein Fünkchen Wahrheit ist in diesen immer enthalten.

Farbenschlag: schwarzgoldbraun-gedobbelt

 

Krähruf: Er beträgt 8-15sek. Der Ruf soll melodisch und klar sein, tief beginnen, steigen und wieder fallen. Am Ende gibt es meist einen „Schnork“, wenn der Hahn die Luft wieder einsaugt. Der Hahn geht beim Krähen nach vorn und senkt dabei den Kopf, bis manchmal der Schnabel den Boden berührt.

Die Zuchthähne sollten vor Kamm und Farbe, nach dem Krähruf selektiert werden. Also kann einer mit Doppelzacke auch zur Zucht eingesetzt werden, wenn er gut kräht.

Selektiert man nur für das Schauwesen, so verliert sich  der langezogene Krähruf.

 

Dobbelung: Bei der Dobbelung handelt es sich um die gröbste Zeichnung. Sie kommt nur bei den Bergischen Hühnerassen vor. Bergische Kräher, Bergische Schlotterkämme und Krüper.

Einzelne Brust und Rückenfedern weisen goldbraune innenliegende Punkte (tropfenform) auf. Die Zeichnung hat ihren Namen von einem alten bergischen Brettspiel, die Spielsteine hießen „Dobbeln“.

 

Hahn: 3-3,5kg

Henne. 2-2,5kg

Legeleistung: 80-100 weiße Eier/Jahr,  kein Bruttrieb, keine Winterleger. Die Eierzahl wird nicht nur im ersten Legejahr erzielt, die Hennen erzielen dies 3Jahre.

 

Charakter: Es sind ausgesprochene Wildhühner. Fleißige Futtersucher, die viel Platz benötigen und sie können fliegen. Sie achten sehr auf ihre Umgebung, daher sind sie für fremde Besucher oft scheu. Kennen sie aber ihre Betreuer, fressen sie sogar aus der Hand.

Beutegreifer haben kaum eine Chance, wenn es der Auslauf zulässt: Bäume, Büsche etc.

 

Ist man einmal dem Charme dieser Rasse verfallen, so bleibt man immer „Kräherzüchter“. Viele meiner älteren Zuchtfreunde züchten schon seit Jahrzehnten die Bergischen Kräher

 

                                                 Bergischer Kräher, Henne 
 
 
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Rassebeschreibung: Victoria Kästner

 Fotos: ©Beate Milerski

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Weiterführende Literatur
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Groß- und Wassergeflügel
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Kunstbrut - Handbuch für Züchter
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Kramers Taschenbuch der Rassegeflügelzucht
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