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Das Rasseportrait

Deutsche Pekingente

Die Deutsche Pekingente hat ihren Ursprung in China. Von hier kam sie spätestens ab 1873 nach England. Auch nach Amerika wurde sie ab diesem Jahr eingeführt, allerdings über einen anderen Weg. Es ist anzunehmen, dass es sich bei diesen erwähnten Pekingenten noch nicht um einen standardisierten Typ gehandelt hat, vielleicht sogar um verschiedene Schläge (Rassen?). In den folgenden Jahren kamen nun diese Enten nach Deutschland - in erster Linie aus England, wahrscheinlich auch einige aus Amerika. Sie fand sehr schnell grossen Anklang auf Grund ihrer hervorragenden Nutzeigenschaften und verbreitete sich schnell in der Landwirtschaft und verdrängte auch die bis dahin wirtschaftlichste Rasse - die Aylesburyente. In England und Deutschland wurden diese Rasse nun züchterisch weiterentwickelt. Es geht aus der Literatur nicht hervor, ob hier mit Einkreuzungen die heutige aufrechte Form erzeugt wurde, oder ob man sie aus den vorhandenen Tieren herausselektiert hat. In England wurden die Pekingenten auf grössere Tiere hingezüchtet. Hier sollen dann auch Aylesburyenten eingekreuzt worden sein. Ab dem Jahr 1910 nannte man in Deutschland die Pekingente “Deutsche P.”, da sie sich nun von der englischen Zuchtrichtung leicht unterschied. Dieser Vorsatz wurde dann ab 1918 wirklich notwendig, da die nun auch in Deutschland vertretene "Amerikanische" Pekingente eine ganz andere Zuchtrichtung genommen hatte.

Heute wird die Dt.Pekingente nicht mehr ihrer Nutzeigenschaften wegen gehalten. Sie verschwand wohl nach dem 2.Weltkrieg aus der landwirtschaftlichen Produktion. Die früher geforderte gespaltene Brust, die wegen des hohen Brustfleischanteils zustande kam, ist heute aus dem Standard gestrichen, ja sogar nicht mehr erwünscht.
Um die Pekingente wieder "wirtschaftlich" nutzbar zu machen bedarf es intensivster Anstrengungen seitens meherer engagierter Züchter, die gemeinsam an der Zucht, z.B. in einem Zuchtring, arbeiten.

Weiterführende Literatur
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Groß- und Wassergeflügel
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Kunstbrut - Handbuch für Züchter
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Kramers Taschenbuch der Rassegeflügelzucht
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