Vorwerkhuhn
-Rasse
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Vorwerkhuhn-Rassebeschreibung

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Das Rasseportrait

Das Vorwerkhuhn

Das Vorwerkhuhn wurde um die Jahrhundertwende nach vorgefaßtem Plan von Oskar Vorwerk gezüchtet.

Vorwerkhühner wurden ab dem 1900 aus Lakenfeldern, gelben Orpington, gelben Ramelslohern, Andalusiern und den Sotteghams gezüchtet. Im Jahre 1912 wurden die Zuchtergebnisse in Hannover und Berlin erstmals gezeigt: Sehr kräftige, gedrungene, nicht zu knochige Landhuhnform mit kaum mittelhohem Stand. Beide Geschlechter mit gleichen Zeichnungsanlagen. Zuchtziel ist einst und heute ein derbes, kräftiges und gedrungenes Landhuhn mit guten wirtschaftlichen Eigenschaften, das mit seiner schönen sattgelben Farbe und den schwarzen Behängen auf jeden Bauernhof passt.

Um der Zucht zu dienen, wurden sehr viele Tiere nach Sachsen, Thüringen und Schlesien abgegeben, womit sich der Schwerpunkt der Zucht in dieses Gebiet verlagerte. Als Zweinutzungsrasse entsprach es vor 100 Jahren den Bedürfnissen der Hühnerhalter: Wetterhart, frühreif und bei freiem Auslauf und guter Weide ein sehr guter Futtersucher, daher sparsam im Futterzusatz. Die Legeleistung im ersten Jahr beträgt 150 gelbliche Eier. Das etwa 2,5 kg schwere Huhn ist wetterhart, frühreif, hat einen geringen Bruttrieb, gilt als Nichtflieger und ist ein guter Futtersucher. Im Wesen ist das Vorwerkhuhn gutmütig, lebhaft aber nicht scheu. Die Hähne vertragen sich in der Regel recht gut miteinander.

Das Vorwerkhuhn gilt als erhaltenswerte Rasse, deren Erbanlagen z.B. für die Biolandwirtschaft zukünftig wertvoll sein könnten.

Anfang 1999 wurde der Erhaltungszuchtring - Vorwerkhuhn gegründet. In dieser geschlossenen Zuchtgemeinschaft können ursprüngliche Erbanlagen erhalten werden, da das Einkreuzen anderer Rassen ausgeschlossen ist. Die Inzucht wird durch planmäßige Weitergabe von Hähnen minimiert. Eigröße, Legeleistung und Entwicklung können beobachtet und so, durch gezielte Auslese, verbessert werden. Natürlich wird auch der Rassestandard beachtet.

Als Bruteier-Mindestgewicht sind 55 g vorgegeben.
Ein so attraktives Huhn soll auch der Goldvogel unter den Hühnern bleiben.

Rassebeschreibung und Fotos: Herwig zum Berge, Nutztier-Arche Suderbruch
E-Mail:hzumberge@t-online.de      Webseite:www.nutztier-arche.de

Weiterführende Literatur
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Hühnerenzyklopädie
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Kunstbrut - Handbuch für Züchter
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Kramers Taschenbuch der Rassegeflügelzucht
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