Rotes Höhenvieh
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Das Rasseportrait

Vogtländisches Rotvieh

Färse

©Victoria Kästner

Geschichte: Das Vogtländische Rotvieh wurde seit dem Mittelalter, wie die anderen mitteldeutschen Rotviehrassen gezüchtet. Im 18Jh tauchte zum ersten Mal der Begriff Vogtländisches Rotvieh auf. Diese schöne Rinderrasse stand schon mehrmals vor dem „Aus“, aber einige Bauern und Viehzüchter hielten trotz staatl. Zuschüsse für die Einfuhr von anderen Rassen oder gar der Zuchtausschluss von 1971 in der DDR, an „ihrer“ Rasse fest.

1989 bemühten sich Mitarbeiter des Vogtländischen Bauernmuseums um die Geschichte und Verbleib der  Rasse. Sie wurden fündig: private Halter hatten noch Kühe mit 10-50% Blutanteilen, später fand man noch eine Kuh mit 100% Rotviehblut . Auf der Grundlage von 6Altkühen und dem Einsatz von Vogelsberger, Harzer Höhenvieh und polnischer Rotviehbullen, konnte die Rasse „wiedergeboren“ werden.1991 wurde der Verein Vogtländer Rotviehzüchter gegründet und seit 1993 wird es mit Aufzucht-und Haltungsprogrammen in Sachsen gefördert.

Färse

©Victoria Kästner

Nutzung: Typisches Dreinutzungsrind, Milch- Fleisch –Arbeit. Rotviehkühe gaben 1904  1500- 3000kg Milch bei 3,5-5% Fett, für diese Zeit sehr beachtlich, da sie auch intensiv als Spannvieh eingesetzt wurden. Vogtländer Ochsen waren in ganz Deutschland beliebt, sie galten als zäh, wendig und ausdauernd. Das Fleisch ist feinfasrig und fein mamoriert, es gehörte schon zum Delikatessen Angebot im sächsischen Königshaus.

 

Heutige Rotviehkühe werden zur extensiven Grünlandnutzung auch auf marginalen Standorten gehalten, sie geben trotzdem bis zu 5000kg Milch was ihren Kälbern eine sehr gute tgl. Zunahme beschert. Außerdem sind sie leichtkalbig und trittsicher, dadurch auch zur Landschaftspflege einsetzbar. Daran sieht man, das dass Vogtländische Rotvieh hervoragend an seine Heimat angepasst ist. 1923 hieß es in einer Landw. Fachzeitung: Ihr vogtländischen Züchter der höheren Lagen, erhaltet euer kleines, schönes Rind. Macht es durch Zucht und Aufzucht größer und leistungsfähiger. Wenn nicht, dann vernichtet ihr undankbar ein treffliches Naturgeschenk, das ihr in gleicher Genügsamkeit und Anpassung an die vogtländische Scholle nie wieder schaffen könnt.

Verbreitung: sächsisches Vogtland um Plauen, Treuen, Ölsnitz, Markneukirchen und im Erzgebirge

 

Aussehen: einfarbig rot – rotbraun, helles Euter und helles Flotzmaul, Hörner hell mit schwarzen Spitzen, dunkle harte Klauen, Schwanzquaste mit weißen Haaren. Mittelgroß: Kühe von 450kg-500kg , Bullen 600-800kg

Rassebeschreibung von Victoria Kästner

Weiterführende Literatur
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Gefährdete Nutztierrassen
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Seltene Haus- und Nutztierrassen
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Genetische Vielfalt von Rinderrassen
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