| Brillenschaf -Rasse beschreibung |
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Das Rasseportrait Das Brillenschaf
Das Brillenschaf, auch als "Kärntner Brillenschaf" oder "Spiegelschaf" bei uns bekannt ist, reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück und ging aus der Kreuzung des alten Landschafes mit dem Bergamaskerschaf und insbesondere dem Peduaner Seidenschaf hervor und war früher über weite Teile Österreichs und über das bayrische Alpen- und Voralpengebiet verbreitet. Das Brillenschaf ist kräftig und mittelgroß. Der Kopf ist hornlos, unbewollt und stark geramst, die Ohren mittellang und hängend bis leicht abstehend. Die besonderen Kennzeichen des weißen Schafes sind die schwarzen Flecken (Brillen) um die Augen, sowie die in der äußeren Hälfte bis zu zwei Drittel schwarzen Ohren . An der Unterlippe und am Kinn sind geschlossene Pigmentflecken ebenfalls möglich. Das Brillenschaf trägt weiße Schlichtwolle mit gröberem Oberhaar, mit einer Faserstärke von 32 bis 38 Mikron. Der asaisonale Brunstzyklus und die gute Fruchtbarkeit (180 - 220 %) können diese Rasse durchaus wirtschaftlich sein lassen. Erstablammalter: 18 Monate Gewicht: Bock:
(12 Monate) mind. 55
kg Altböcke: ca. 90 kg Schafe: ca. 75 kg Böcke 4,5 – 5,5 kg Das ursprüngliche Zuchtgebiet des Brillenschafes war das
ehemalige südliche Kärnten (Karnische Hauptkette, Karawanken, Steiner
Alpen), das 1920 an Slowenien fiel, Zuchtzentrum war der Ort Seeland,
der den Namen "Seeländer Schaf" für das Kärntner
Brillenschaf im heutigen Slowenien prägte. Ausgehend von Kärnten
breitete sich das damalige Zuchtgebiet in die Steiermark bis ins südöstliche
Oberbayern aus. Durch eine Vereinheitlichung der Zuchtziele aller Bergschafrassen zu einem einzigen Zuchtziel-Standard wurde das Brillenschaf ab der dreißiger Jahre systematisch verdrängt. In Österreich löste sich der Bestand nahezu vollkommen auf. Restbestände konnten sich als Brillenschaf im südöstlichen Oberbayern, als Villnösser Schaf in Südtirol und als Seeländer Schaf in Slowenien erhalten. Die Bestände in Oberbayern und in Südtirol lassen sich äußerlich kaum unterscheiden, dagegen tritt beim heutigen Seeländer Schaf die charakteristische Pigmentierung der Augen und Ohren nur noch selten auf. Das Brillenschaf ist in Bayern seit 1989 als eigenständige Rasse anerkannt. Der Gesamtbestand an Brillenschafen in Bayern wird auf 1000 Stück geschätzt. Der Bayerische Staat fördert Maßnahmen zur Erhaltung gefährdeter einheimischer landwirtschaftlicher Nutztierrassen, darunter auch das Brillenschaf.
Bilder: © Karin Schlegel Rassebeschreibung: Herwig zum Berge Nutztier-Arche Suderbruch Sie sind Züchter dieser Rasse und können dieser Rassebeschreibung noch etwas hinzufügen?
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