| Buendener Oberlaender Schaf -Rasse beschreibung |
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Das Rasseportrait Das Bündner Oberländer Schaf
Das Bündner Oberländer Schaf erlangte unter dem Namen Tavetscher Schaf Berühmtheit. Wissenschafter erkannten in dieser urtümlichen Rasse einen direkten Abkömmling des Torfschafes, das in der Steinzeit verbreitet war. Das Tavetscher oder Nalpser Schaf hatte ein an Ziegen erinnerndes längliches Hinterhaupt und Hörner. Die letzten reinen Tavetscher Schafe starben trotz Erhaltungsbemühungen 1954 wegen Inzuchterscheinungen aus, nachdem schon um die Jahrhundertwende rückläufige Bestände zu verzeichnen gewesen waren. Von wenigen noch recht ursprünglichen Tieren ausgehend, baute ProSpecieRara ab 1984 eine neue Zucht von Tavetscher-ähnlichen Tieren auf. Die Bündner Oberländer Rasse setzt sich aus den Schlägen von Vrin, des Somvitg, des Tavetsch und des Medels zusammen.
Die Tiere sind von ihrem Ursprung her klein, genügsam und robust. Sie sind von vorwiegend weisser, aber auch von brauner oder silbergrauer Farbe; gefleckte Tiere kommen ebenfalls vor. Das Bündner Oberländer Schaf ist äusserst vital und edel und besitzt noch immer ausgeprägte Instinkte. Die wachsamen, eher scheuen Tiere, die sich bei optimaler Haltung trotzdem gut an den Menschen gewöhnen, erinnern stark an ein Wildtier. Sie sind leichtfüssig und bewegen sich geschickt im Gelände. Ausserdem erweisen sie sich als sehr widerstandsfähig gegenüber rauhem Klima. Auffällig sind die Feingliedrigkeit und die feinen, langen, unbewollten Köpfe. Das Gewicht der weiblichen Tiere liegt zwischen 40 und 60 Kilogramm, die Widder können bis zu 85 Kilogramm wiegen. Heute gibt es knapp 70 Züchter, die über die ganze Schweiz verteilt
sind. Die meisten Tiere leben in der Ostschweiz.
© für Fotos und Infos bei ProSpecieRara (CH)
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