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Das Rasseportrait
Das
Hissar Schaf

©
Astrit Rathjen
Das Hissar Schaf zählt zu den größten Schafen der Welt.
Besonders kräftige Tiere wurden sogar früher als Reit- und
Tragetiere eingesetzt. Die Hissar Schafe sind sehr widerstandsfähig
gegen starke Temperaturschwankungen. Ihre Wolle ist meist
dunkelbraun, ohne Abzeichen, auch ist es nicht zwingend diese
Schafe zu scheren, da sie ansonsten die Wolle selbstständig
verlieren können, diese wird dann auf der Wiese von Vögeln
aufgesammelt, und für den Nestbau verwertet, daher werden die
Hissar Schafe auch zu den sogenannten "Kurzwollschafen"
gezählt. Der Kopf ist massig mit Ramsnase und langen Hängeohren.
Der Fettsteiß dient wie der Kamelhöcker als Energiereserve.
Das Vlies ist grob- bis mischwollig. Schurgewicht: 1,5–2 kg pro
Jahr. Die Milchleistung liegt zwischen 120–130 Litern.
Der Name Hissar, stammt nicht von ungefähr diese Schafe wurden
benannt nach dem Hissar-Tal, -Gebirge, süd-westlich in
Tadschikistan, wo andere Tierarten keine Chance haben, sich einer
ökologischen Nische anzupassen, nutzen diese die Hissar Schafe
vollends aus. Auch starke Temperaturschwankungen, von Minusgraden,
Hitze, Wind und Regen trotzen den Hissar Schafen.
Die Temperaturen in Duschanbe (Hauptstadt von Tadschikistan)
liegen zwischen -12°C im Dezember/Januar und 45°C im
Juli/August. Die Luftfeuchtigkeit ist im Allgemeinen niedrig. In
den Bergen fallen die Temperaturen auf bis zu -50°C und erreichen
im Sommer höchstens 20°C.
Tadschikistan grenzt im Norden an Kirgisistan und Usbekistan, im Süden
an Afghanistan und im Osten an die Volksrepublik China. 93% der
Republik besteht aus Gebirge, von denen das bis auf 7495 m
ansteigende Hochgebirgsland des Pamir die größte Fläche
einnimmt. Aufgrund der ohnehin schwer zugänglichen
Gebirgslandschaft ist es im Winter unmöglich, den Osten oder
Norden des Landes ohne Umweg über Kirgisistan oder Usbekistan zu
erreichen.
Aufgrund der Höhenlage ist nur ein Bruchteil der Gesamtfläche
des Landes für die Landwirtschaft nutzbar, und viele Lebensmittel
müssen importiert werden. Schaf- und Rinderzucht haben die größte
Bedeutung, durch die anspruchslose Haltungsbedingungen der Hissar
Schafe, waren den Bauern im Gebirge des Landes eine große
Existenzgrundlage gegeben.
Mit den Jahren der Modernisierung, auch in Tadschikistan flüchteten
immer mehr Bauern in die Städte, die Landwirtschaft verlor an
Bedeutung, zumindest die Haltung dieser extensiver Schafrasse.
Durch neue Züchtungen wurde diese alte Schafrasse immer mehr in
Vergessenheit gedrängt.

©
Dr. Jürgen Güntherschulze
Rassebeschreibung: Herwig zum Berge Nutztier-Arche Suderbruch
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