Rhönschaf
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Das Rasseportrait

Rhönschaf

Rhönschaf
©Karin Storrer

Das Rhönschaf gehört zu den ganz alten deutschen Schafrassen. Namentlich erwähnt wurde es erstmals 1846. Hierbei wird auch darauf hingewieden, dass in der Rhön seit dem 16.Jahrh. nur eine Schafrasse gehalten wird. Da die Rhön zu jener Zeit ein sehr abgelegenes Gebiet war und das Rhönschaf durch seine in Deutschland einizartige Färbung (schwarzer Kopf, weisses Fell und weisse Beine, hornlos) auffällt, mag man dieser Behauptung eine gewisse Glaubwürdigkeit zusprechen. Die ersten Abbildungen dieser Schafe zeigen einen Typ, dem es auch heute noch entspricht!

Einkreuzungen mit Merinos und Fleischschafen brachen zwar größere Tiere mit besserer Wolle, doch bewährte sich die Nachzucht nicht in den gegebenen Umweltverhältnissen, sodass man diese Versuche wieder zu Gunsten der Reinzucht einstellte.

Das Rhönschaf gilt als ein Schaf mit einem besonderes gutem Fleischgesxhmack. Es war so beliebt, dass jährlich bis zu 80.000 Schlachttiere sogar bis nach Frankreich getrieben wurden, wo es dann als Delikatesse auf den Tisch gebracht wurde.

Die Rasse fiel dann ab der 2. Hälfte des 19.Jahrh. wie die meisten Schafrassen den Wollimporten zum Opfer. Empfindlich traf das Rhönschaf zu dem, dass Frankreich ab 1878 eine Einfuhrbeschränkung für Schaffleisch erlies. Und schließlich brachten neue Erkenntnisse in der Landwirtschaft nun auch bessere Erträge auf den leichten Böden, so dass man "arme" Schafsböden nun unter den Pflug nahm.

Rhönschafe
©Karin Storrer

Ein weiterer Tiefschlag war dann die Teilung Deutschlands und somit des damaligen Hauptzuchtgebietes Bayern, Hessen und Thüringen nach dem 2.Weltkrieg. Nach einem weiteren auf und ab in den 1960er und 1970er Jaheren konnte sich die Rasse schließlich wieder einigermaßen im Bestand fangen.

Rhönschafherde
©Karin Storrer

Besonders hervorgehoben wird neben einer guten Marschfähigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen "schlechtes" Wetter in rauen Lagen die Frohwüchsigkeit der Lämmer. Diese wird unter anderem dadurch erreicht, da die Muttern bis zu sechs Monaten eine ausgezeichnete Milchleistung erbringen. Die Rasse ist asaisonal brünstig.

Weiterführende Literatur:

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Gefährdete Nutztierrassen

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Seltene Haus- und Nutztierrassen

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Schafe halten
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