| Walliser Landschaf -Rasse beschreibung |
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Das Rasseportrait Das Walliser Landschaf
Das Walliser Landschaf ist mittel- bis grossrahmig, hat wenig ausgeprägte Fleischpartien und ist eher leicht: Auen wiegen 50 bis 75, die Widder 60 bis 90 Kilogramm. Es ist ein genügsames, wenig auf Mastleistung spezialisiertes Schaf, das für die extensive Haltung besonders geeignet ist. Es kommt auch mit minderwertigem Futter gut aus. Seine besonderen Merkmale sind die rollenförmige Behornung beider Geschlechter, die Rammsnase und natürlich die rotbraune Wolle, die grob, lang und schnellwachsend ist. Oft tragen die Schafe ein weisses Blümchen oder einen Stern am Hinterkopf. Manchmal ist die Schwanzspitze weiss gefärbt. Das Walliser Landschaf bewegt sich sehr geschickt im Hochgebirge und ist an die dortigen rauhen Bedingungen hervorragend angepasst. Es hat einen ruhigen Charakter und einen ausgeprägten Herdentrieb. Ablammungen sind asaisonal.
Das Walliser Landschaf, auch Roux du Valais und früher Roux du Pays genannt, hat seine Ursprungsverbreitung im Oberwallis, wo es zeitweise fast ebenso häufig war wie das bekannte Walliser Schwarznasenschaf. Die Abstammung ist nicht mehr genau zu eruieren, doch wahrscheinlich gehört zu seinen Vorfahren das ausgestorbene Kupferschaf. In den 80er Jahren stand das Walliser Landschaf kurz vor dem Aussterben, es war nur noch bei vereinzelten Züchterinnen und Züchtern zu finden. Deshalb startete ProSpecieRara 1985 ein Projekt zur Erhaltung dieser urtümlichen Walliser Schafrasse. Andere Walliser Schafrassen sind ausgestorben, so die kleinwüchsigen und hornlosen Roux de Bagnes, die schwarzen Lötschenschafe und die Visper Schafe. Heute ist das Walliser Landschaf nicht nur in seinem Heimatkanton
verbreitet, es finden sich auch viele Herden im westlichen Mittelland,
im Jura, in den Berner Alpen und im Welschland. Über 70 Züchter halten
diese Schafe.
© für Fotos und Infos bei ProSpecieRara (CH)
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