Chinesisches Maskenschwein
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Das Rasseportrait

Chinesisches Maskenschwein

( Mei Shan )

 

Sau der Rasse Meishan- oder Maskenschwein


Maskenschweine sind wohl die ältesten bis heute erhalten gebliebenen Hausschweine sie werden nachweislich schon seit über 400 Jahren gehalten, ihr Ursprung wird in der südostasiatischen Variante des Bindenschweines gesehen, (Sus scrofa vittatus), einer Unterart des europäischen Wildschweines. Sie gehören zur Tai Hu-Gruppe. Hierbei handelt es sich um die Rassen Er Hua Lian, Mei Shan(Maskenschwein), Fen Jin und Jia Xin die aus Kreuzungen des Nord-und Südchinaschweines hervorgingen und entlang dem Fluß Changjiang und um den See Tai Hu an der Ostküste verbreitet sind. Ehemals im klein-, mittel- und großrahmigen Typ herausgezüchtet, werden alle 4 Rassen gegenwärtig  nur noch im mittelrahmigen Typ gehalten. Dabei sind die Mei Shan und Fen Jin größer als die Er Hua Lian und Jia Xin.Sie stammen aus China und werden dort Mei Shan genannt. Charakteristisch für dieses Schwein ist sein Faltengesicht Maskenschweine-Mei Shan besitzen eine breite Vorhand, einen großen Kopf mit sehr langen Hängeohren(ca.32cm lang und 35cm breit) und einen kurzen, faltigen Rüssel. Der abschüssige Körper mit dem nicht zur Erde reichenden Hängebauch und leichtem Senkrücken ist mit einer tieffaltigen Haut bis hin zu den Gliedmaßen bedeckt. Das nicht sehr dichte Haar ist schwarz bis grau, die Haut eher rötlich. Beine und Nase können weiß sein. Bei Ebern sind Senkrücken und Hängebauch weit weniger ausgeprägt als bei Sauen. Die Haut der Eber ist  insgesamt straffer. Von besonderem Interesse sind die überragenden Fruchtbarkeitseigenschaften dieser Rasse. Sie sind einheimischen tropischen sowie europäischen und nordamerikanischen Rassen deutlich überlegen.

Börge der Rasse Meishan- oder Maskenschwein

Die Tiere erreichen durchschnittlich eine Schulterhöhe von 65 cm  bis 75 cm bei einem Gewicht von 130 bis 170 kg.

 Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die ersten chinesischen Maskenschweine von zoologischen Gärten nach Deutschland importiert und dort wegen ihrer Fruchtbarkeit als Futtertiere gezüchtet. Die Geschlechtsreife setzt schon sehr früh mit 81 Tagen ein. Das Meishan ist besonders fruchtbar und bringt pro Wurf 12-18 Ferkel zur Welt. Wegen ihrer Frühreife und der guten Fruchtbarkeit wurden sie auch schon zum Einkreuzen in heimische Schweinerassen benutzt.  

                                            Ferkel vom Meishan- oder Maskenschwein

Dem Meishan wird von Züchtern nachgesagt, sie seien  widerstandsfähig, langlebig und parasitenresistent und hätten gute Muttereigenschaften.

Über den Gefährdungsgrad der Maskenschweine in China gibt es kaum verlässliche Informationen, jedoch wird das Meishan als gefährdet eingestuft.

Sau der Rasse Meishan- oder Maskenschwein

Jungeber erreichen die Pubertät nach 3 Monaten und die volle Befruchtungsfähigkeit nach 4 Monaten, wobei eine Zuchtbenutzung erst ab 9 Monate erfolgen sollte. Jungsauen erreichen ihren ersten Östrus bereits im Alter von nur 3 Monaten, also mindestens 4 Wochen früher als europäische Hochleistungsrassen. Weitere herausragende Leistungen bestehen bezüglich der Ovulationsrate sowie der Anzahl der lebend geborener und aufgezogener Ferkel. Der Rekord liegt bei 9 Würfen mit 215 Ferkeln(22 pro Wurf!!!), im 8 Wurf waren es 40!!! lebend geborene Ferkel mit einem Durchschnittsgewicht von 700g.

Nachteilig ist die geringe Wachtumsleistung sowie der geringe Fleischanteil im Schlachtkörper. Dieser beträgt bei ca.140kg nur 45%.

 

Rassebeschreibung und Fotos:

Herwig zum Berge www.nutztier-arche.de , Grit Imhof und Elke Elke Striowsky Schweineparadies

Weiterführende Literatur
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Gefährdete Nutztierrassen

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Seltene Haus- und Nutztierrassen

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Schweine halten
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