Das Rasseportrait
Kupferhalsziege

Die Kupferhalsziege ist nah verwandt mit der Walliser
Schwarzhalsziege und weist mit ihrer Kupferfarbe auf die gemeinsamen
Vorfahren, den Kupferziegen hin. Die Rasse besitzt ein langes,
zweifarbiges Haarkleid, wobei die vordere kupferfarbige Körperhälfte
durch eine scharfe Linie von der weißen Nachhand getrennt ist. Beide
Geschlechter tragen kräftige Hörner und Bärte.
Die Kupferfarbe ist genetisch verankert und nicht mit
Ausbleichungserscheinungen durch die Sonne zu verwechseln. Während beim
Ausbleichen nur die oberen Fellschichten betroffen sind, zeigt ein Blick
ins Fell der Kupferhalsziegen, dass die Kupferfärbung bis auf die Haut
runter geht. Da die kupferfarbigen Tiere nicht ins Schema des
Rassestandards passen, werden sie bis heute nicht ins Herdebuch
aufgenommen und meist geschlachtet.
Kupferhalsziegen tauchten über Jahrzehnte immer wieder in Beständen
der Walliser Schwarzhalsziegen auf. ProSpecieRara bringt die Kupferfarbe
mit der in historischen Quellen erwähnten Kupferziege in Verbindung,
die als eine Urahnin der Walliser Schwarzhalsziegen gilt. Die Stiftung
hat im Herbst 2006 ein Erhaltungsprojekt gestartet und nimmt sich den
Kupferhalsziegen an.

ProSpecieRara ist seit Herbst 2006 auf der Suche nach den letzten
verbliebenen Kupferhalsziegen und kupferfarbigen Tieren, die aus
Walliser Schwarzhalsziegen-Beständen hervorgehen.
Die Koordination der Erhaltung der Kupferhalsziegen läuft über
ProSpecieRara (CH).
Wir wären sehr dankbar, wenn die Walliser Züchter melden würden, wenn
ein kupferfarbiges Tier geboren wird und bitten ein Foto zu übersenden.
Natürlich sollten auch ältere Tiere gemeldet werden.
Unter Mithilfe von VIEH konnte in Deutschland ein kupferfarbiges
Muttertier gefunden werden. Wir bitten
weitere Tiere hier zu melden!
Fotos des ersten kupferfarbigen Lammes in Deutschland:
Rassebeschreibung und Fotos aus der Schweiz: ©ProSpecieRara (CH)
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